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Anmerkungen zu den
Anmerkungen zur
Manuela-Variation Nr.9


von Michael Butter






(Mit den Original-Anmerkungen zur Manuela-Variation Nr.9 von 100 Olezgiruf)

Anmerkungen zu den
Anmerkungen zur Manuela-Variation Nr.9


von Michael Butter

Der ZZI-Künstler 100 Olezgiruf wurde im Jahre 2003 von ZZI beauftragt, die von THE ZERO ZOXX CHURCH in Auftrag gegebenen rituellen Sessions zum Pilchowski-Projekt fürs das Archiv Söderbloom des Hauses ZERO ZOXX INTERNATIONAL fotografisch zu dokumentieren. Die einzelne Schritte der Riten um das Buch Manuela, die Nachempfindung der Entstehung des obskurantistischen Gemäldes, das in der Mitte des Robert-Pilchoski-Romans beschrieben wird (dargestellt in der rituellen Selbstüberschüttung von Hanswurst Diego de Monte mit verschiedenen Pampen - siehe Foto), aber auch die Aufführung von Adelheid Fröhlers Manuela-Meditationen (Sechsteiliger Liederzyklus für zwei Stimmen und großes Orchester) durch THE KATJA EBSTEIN REVIVAL BAND im Kaunersaal in Vaduz, Liechtenstein (in einer Bearbeitung für eine Rockband) - all dies und noch viel mehr begleitete 100 Olezgiruf getreulich mit seiner Kamera, - nicht ohne ein gewisses Erstaunen, wie er später verkündete. Kein Wunder, war er doch bis dato der einzige bei ZERO ZOXX INTERNATIONAL, der noch nicht die Gelegenheit hatte, Robert Pilchowskis Kultroman zu lesen.



Eines schönen Tages arbeitete er im Regensburger Studio der Band, während alle anderen Künstler von ZERO ZOXX INTERNATIONAL in Vaduz zu Gange waren, um eine Ausstellung (übrigens ebenfalls zum Pilchowski-Projekt) auf die Beine zu stellen. Da ereilte ihn die (e-mail-)Anfrage einer Dame, die in einer Galerie offenbar des Fotos mit dem Titel Manuela-Variation Nummer 9 ansichtig geworden und wohl einigermaßen verwirrt darüber war. Sie wollte unbedingt mehr über den Zusammenhang der auf dem Foto zu sehenden Tarot-Karten mit dem Roman Manuela von Robert Pilchowski erfahren. Nun befand sich 100 in der oben geschilderten Verlegenheit, den Roman nicht zu kennen. Er rief in Vaduz an, um für die Dame mehr in Erfahrung zu bringen. Allein, er erreichte nur THE ATHEISTS, die aber in recht gehobener Stimmung und ausgerechnet mitten in den Aufnahmen zu ihrem Album EINE ART FEHLBESETZUNG waren. In einer Pause rief Helga Küppers zurück und versuchte, so gut sie unter den beschriebenen Umständen konnte, die rituelle Tarot-Karten-Anordung, wie sie von dem Foto bekannt ist, und auch den Anfang des Romans, der in genauem Bezug zu der genannten Anordnung steht, zu schildern.



Entweder war nun Helga Küppers nicht mehr so fit, die Sache richtig zu schildern oder 100 Olezgiruf hat die Angaben nicht richtig verstanden bzw. notiert (er berichtete später von einem "schwankenden Handyton"), vielleicht auch beides. Obwohl nun trotzdem seine Darstellung des Sachverhalts im großen und ganzen durchaus richtig ist, so sind dadurch einige inhaltliche Fehler in 100 Olezgirufs Beschreibung "Anmerkungen zur Manuela-Variation Nummer 9" geraten, wie etwa der Name "Robert de Curzon" (!), der in dieser Weise gar nicht im Roman vorkommt. Ob nun richtig oder falsch, die Kenner des Romans, entdecken die Fehler sicher sofort. Ob die Verwirrung und die Neugier der besagten Dame beseitigt, bzw. befriedigt werden konnte, wissen wir bis heute nicht, sie hat sich für die Auskunft (that's all selbstverständlich) nicht einmal bedankt. Allen von Jörg Pilawa durchgepeitschten Rätsel-Zeitgenossen wollen wir sie aber nun nicht länger vorenthalten, die mittlerweile schon legendär gewordenen "Anmerkungen zur Manuela-Variation Nummer 9" von Robert Pilchowski! Nun, was ist richtig, was ist falsch?

Anmerkungen zur Manuela-Variation Nummer 9

von 100 Olezgiruf



Da ich den für die damalige Session zuständigen Herrn nicht gleich erreichen konnte. Nunmehr habe ich mich ins Bild setzen können:
Die beiden Tarotkarten stehen für die beiden übergeordneten Teile von Robert Pilchowskis Roman Manuela. Der erste Teil besteht aus dem Manuskript von Robert (!) de Curzon, der zweite aus dem Bekenntnis-Manuskript von Manuela, dem auf dem Bild die Zukunftskarte, das "As der Schwerter" zugeordnet ist, stellvertretend für den von Manuela geschilderten schmerzlichen, aber siegreichen Kampf um ihre Liebe. Dem ersten Romanteil (also dem Manuskript von Robert de Curzon) ist dagegen die Karte "Der Teufel" zugeordnet. Sie liegt links vom Buch, steht somit für die Vergangenheit und zeigt an, daß in diesem ersten Teil alles "wie mit dem Teufel" zugeht. So erfahren wir gleich auf den ersten paar Seiten des zu Beginn im Berlin der 50er Jahre spielenden Buches, dass die minderjährige Manuela von den lüsternen Blicken Robert de Curzons regelrecht "verschlungen" wird, obwohl er eigentlich ihre Mutter liebt. Als Robert in Manuelas Zeichenmappe ein Porträt von sich entdeckt, erkennt er, dass das Mädchen sich nicht aus Eifersucht zwischen ihn und ihre Mutter drängt, sondern weil sie ihn liebt. Als sie in Manuelas Zimmer auf dem Bett sitzen, bietet sie Robert ihre Joints an. Da nimmt er sie ihr weg, um sie ihr später als Liebespfand wiederzugeben...

Soweit die ersten Seiten des Romans. Für die Session wurden die Karten des Rider-Tarots (Ausgabe mit deutschen Kartentiteln) verwendet.



ANMERKUNGEN ZU DEN ANMERKUNGEN ZUR MANUELA-VARIATION NR.9
geschrieben am 11.November 2006, © 2006 by Michael Butter,
ZERO ZOXX INTERNATIONAL und Babel Verlag, Geisterstadt.


ANMERKUNGEN ZUR MANUELA-VARIATION NR.9
geschrieben am 20.Juli 2005, © 2005 by 100 Olezgiruf,
ZERO ZOXX INTERNATIONAL und Babel Verlag, Geisterstadt.

E-Mail an: zzi@zerozoxxinternational.com

Diese Seite wurde eingerichtet am 12.11.2006.
Erste Aktualisierung am 18.02.2008.